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Kleinkariert

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Höchste Zeit, dass mal ein paar der Schätze verarbeitet werden, die ich letzten Oktober auf dem Wollmarkt in Vaterstetten erstanden habe. Und ganz weit vorne auf der Liste standen diese Prachtexemplare von Edith. Schon beim Einkauf war klar, dass die beiden Seidenkombinationen zusammengehörten. Und die zwei lieferten auch das pure Strickvergnügen. Vor allem die Principessa aus Seide und Yak ist sensationell. Man soll ja mit Superlativen vorsichtig sein, aber das ist vielleicht das angenehmste Garn, das ich je verstrickt habe.


Zugegeben: Die Farben schreien jetzt nicht gerade: "Willkommen, Frühling!". Aber der April präsentiert sich ja durchaus in ähnlich düsterem Gewand. Außerdem: grau und grün geht bei mir immer!



Um die Struktur und den dezenten Schimmer des Garns schön in Szene zu setzen, war auch schnell klar, dass sich verschiedene Strukturmuster abwechseln sollten. Und ein wenig hat dann auch meine neuentdeckte Leidenschaft für Mosaikmuster dazwischengefunkt. Zwar war …

Meeresleuchten

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Nach der Luftnummer hatte ich gleich noch mal Lust auf die Kombination Silkhair + Effektgarn. Erst hatte ich mit verkürzten Reihen gespielt, das sah aber nicht besonders aus. Fallmaschen dagegen machen sich mit dem Bändchengarn richtig gut. Bei diesem zweiten Versuch blieb es dann auch.


Mit dieser Farbvariante der Roma Degradé hatte ich letzten Sommer schon wochenlang geliebäugelt - so lange bis das Garn ausverkauft war. Dieses Jahr habe ich dann gleich zugegriffen, sobald ich es wieder sah. Diesen Grün-Türkis-Blau-Verlauf finde ich einfach umwerfend.

Schöne Farbe hin oder her, das Garn hat allerdings ein entscheidendes Manko. Der Wechsel von hell nach dunkel erfolgt relativ abrupt und - man glaubt es kaum!! - einfach dadurch, dass da Enden zusammengeknotet werden! Noch dazu mit so kurz bemessenen Knoten, die sich kaum im Strickwerk verstecken lassen.


Beim ersten Mal glaubte ich ja noch an ein Versehen, aber nachdem das pro Knäuel zwei Mal vorkam, steckt hinter der Schlamperei wohl M…

Luftnummer

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Wenn sich langsam der Eindruck aufdrängt, ich hätte dieses Paillettengarn in allen nur verfügbaren Farben aufgekauft, so ist das nicht gänzlich falsch. Ähnliches gilt für die Silkhair, die sich auch immer mal in den Einkaufskorb schmuggelt. Es lag also nahe, die beiden zwecks Bestandsabbau einmal miteinander zu kombinieren.


Und zwar zu einem denkbar einfachen Nebenbei-Projekt. Ein Schal, bei dem sich vier Reihen glatt rechts in Mohair abwechseln mit zwei Reihen kraus rechts in Opera. Angeschlagen hatte ich 62 Maschen. Das Ganze mit großen Nadeln, damit das Ganze schön transparent wirkt, und fertig ist die Laube. Na ja, nicht ganz, weil sich einmal mehr gezeigt hat, dass es aus unerfindlichen Gründen viel länger dauert, einen Schal als ein Tuch zu stricken. Zumindest fühlt sich das jedes Mal so an.


Trotzdem, und trotz des stricktechnischen Gähn-Faktors hätte ich jetzt irgendwie Lust, noch mehr so durchsichtiges Zeugs zu produzieren. Genug Garn sollte ja vorhanden sein ...

Ach ja: Trot…

Auf den Nadeln im April

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Der Rückblick fällt diesmal ja recht übersichtlich aus. Viel (weitgehend un- und unterbezahlte) Arbeit, daher sind nur ganze zwei Projekte fertig geworden. Und die sind auch nicht grade ein Nachweis von Kreativität, sondern reine Fleißarbeit.



Immerhin machen mir beiden trotzdem viel Freude. Der 'Planned Pooling'-Schal vor allem deshalb, weil sich das Garn so unfassbar gut anfühlt. (Zum Glück fallen fast alle anderen Farbkombinationen der Lanartus Fine Merino Socks nicht in mein Beuteschema, sonst wäre ich wahrscheinlich gleich losgezogen, um sämtliche Bestände aufzukaufen.) Und die Concertina, weil es mir im dritten Anlauf endlich gelungen ist, das richtige Verhältnis von Maschenzahl und Zunahmen auszutüfteln.

Für den laufenden Monat ist zwar einiges auf den Nadeln, aber bislang noch nichts sonderlich Spannendes. Da ist zum einen was aus der Kategorie: "Das Garn muss jetzt endlich weg", vor allem, weil es, auf die großen Papprollen gewickelt, so viel Platz wegnimmt. …

Aller guten Dinge sind drei

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Man sehe und staune: Im dritten Anlauf ist tatsächlich genügend Faltenfülle vorhanden und sie hat auch den Waschgang überlebt. So gibt es für das Modell 'Concertina' tatsächlich noch ein Happy End!


Des Rätsels Lösung lautete tatsächlich, einfach mehr Zunahmen zu machen. Obwohl das Tuch eher eine mittlere Größe hat (160 x 60 cm vor dem Waschen, 185 x 80 cm danach), stecken ca. 1500 m Garn drin.

Stichwort Garn: von allzu flauschigem, schmuseweichen sollte man wohl Abstand nehmen. Mein zweiter Versuch mit Kidsilk Mohair war ja der reinste Softie, der die Plisseefalten einfach ignoriert hat. Aber mit etwas griffigem Sockengarn funktioniert es ganz gut.

Als Ansporn zum Durchhalten habe ich für die untere Kante noch ein Beilaufgarn mit Pailletten dazugekauft. Die Aussicht auf etwas Glitzer hat dann auch geholfen. Und der Polyesterfaden hat auch noch einen praktischen Nutzen, denn dadurch kriegen die Falten, die unten schon etwas breit sind, noch eine zusätzliche Stütze.

Sehr frühlin…

Olle Kamellen statt neuer Experimente

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Ihr erinnert Euch vielleicht, dass ich letzten Sommer zwei nicht ganz zufriedenstellende Versuche mit jeder Menge Falten gemacht hatte (zu besichtigen hier und hier). Danach hatte ich die Idee mit Bedauern ad acta gelegt. Nun begab es sich aber, dass der Lieblings-Wollladen letzten Monat ein Fenster mit Schoppel-Wolle dekorierte und sich dafür auch ein paar von meinen Tüchern aus den Zauberbällen auslieh. Und prompt gab es eine Reihe Nachfragen nach einer Anleitung für das Faltending.


Notgedrungen starte ich also noch einen dritten - und garantiert letzten - Versuch, das Ganze so hinzukriegen, dass der Faltenwurf mich auch am fertigen Tuch befriedigt. Leider lautet die Lösung wohl: mehr Maschen, so dass sich das noch eine Weile hinziehen wird. So im Hinterkopf arbeite ich zusätzlich noch an einem kleinen Kniff beim Abketten, der hilfreich sein könnte.

"Planned Pooling" oder: Ein Test für die Nerven

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Wie in jedem überdimensionierten Stash finden sich auch bei mir jede Menge dieser mehrfarbigen handgefärbten Garne, die im Strang so unwiderstehlich aussehen. Und nach dem Wickeln ewig ruhen, weil die schönen Farben dann wild durcheinander sind und das Ganze beim Stricken dann bloß irgendwie fleckig wird. Zeit also, sich mal nach alternativen Lösungen umzusehen. Und da kommt 'Planned Pooling' (= geplante Zusammenballung) ins Spiel. Die Idee dahinter ist, dass sich die Farbsegmente bei einem runden Strang - logisch - irgendwann wiederholen. Und daraus lässt sich dann berechnen, wie breit ein Strickstück sein muss, damit die Farben beieinander bleiben. Klingt einfach, isses aber nicht.


Nun ist es zwar immerhin nicht so, dass man man alleine austüfteln muss, wie man aus dem Farbchaos ein Muster zaubert. Wie für (fast) alle Probleme des Lebens hat das Internet auch dafür eine Lösung parat, in Gestalt der Seite Planned Pooling. In den Rechner gibt man einfach ein, über wie viele St…