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Schlabberjäckchen

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Ist schon wieder Jacken-Wetter? Da trifft es sich ja gut, dass wenigstens eines meiner Langweiler-Projekte diesen Monat doch noch fertig geworden ist.



Das Baumwoll-Bändchengarn in dem leicht changierenden Grünton hatte es mir vor zwei oder drei Jahren unheimlich angetan; aus dem geplanten Kurzarm-Pulli ist aber nie etwas geworden. Allerdings fiel mir bei den verschiedenen Anstrick-Versuchen auf, dass Kraus-Rechts-Gestrick damit ungemein gut wirkt. Daran erinnerte ich mich wieder, als ich eine andere Jacke aus dem Schrank zog, die ich schon längst mal nachstricken wollte



Das Ideal, an dem ich mich orientieren wollte, ist allerdings nicht selbstgestrickt, sondern gekauft. Wie das passieren konnte? Nun, irgendwann im letzten Jahrhundert begab es sich, dass ich fernbeziehungsbedingt in Köln weilte und sich unvorhergesehen plötzlich die Notwendigkeit für ein etwas eleganteres Outfit ergab. Und die schwarze Schönheit ist ein Teil davon.

Dass das Jäckchen so schön fällt,verdankt es nicht zu…

Sommerloch?

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Nicht doch, ich habe das Stricken keineswegs eingestellt, auch wenn es hier gerade etwas ruhiger zugeht. Allerdings war ich übers Wochenende zunehmend von lähmender Langeweile erfasst. Irgendwie hat es sich nämlich ergeben, dass alle laufenden Projekte mehr oder weniger ausschließlich aus kraus rechts oder glatt rechts bestehen. Das ist auf Dauer doch sehr eintönig. Außerdem sind alle noch meilenweit von einem Abschluss entfernt, was der Motivation auch nicht gerade zuträglich ist. Ich bin doch keine Strickmaschine!!


Das zuletzt begonnene Projekt wäre auch nicht weiter erwähnenswert (wird bloß wieder so ein langweiliges Kurzarm-Top), aber ich will doch kurz auf das Garn hinweisen, das die Leinen-Verweigerer unter Euch vielleicht bekehren könnte. Es handelt sich um El Linio von Schoppel. Das ist, obwohl es zu hundert Prozent aus Leinen besteht, kein bisschen hart, weil es nämlich zu einem ganz feinen Bändchen verarbeitet wurde:


Es strickt sich sehr angenehm und hat ganz leichte (gewoll…

Du kriegst die Motten ...

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... ist so ungefähr das erste, was mir zu meinem neuesten Tuch einfällt. Aber natürlich sind sämtliche Löcher pure Absicht und ohne tätige Mithilfe von ungeliebten Insekten entstanden. Ich wollte schon länger was mit richtig großen Löchern machen und das Leinengarn von Karen Noe schien mir das perfekte Material dafür.


Und das hat sich auch voll und ganz bewahrheitet. Nach der fürchterlichen Folter mit den Schoko-Rippen war dieses Garn das reinste Vergnügen. Es hat zwar den klassischen Leinengrip und ist ganz leicht unregelmäßig (das will man ja für den typischen Leinen-Look), aber es ist gleichzeitig glatt und matt glänzend. Ich nehme an, der Grund dafür ist, dass es nass gesponnen ist. Und dass einer der vier Fäden aus Baumwolle ist, dürfte auch nicht schaden.


Ausnahmsweise habe ich all die anderen schönen Farben links liegen gelassen und mich für eine Kombination reiner Naturtöne entschieden. Einerseits, weil ich das bei Leinen ganz gerne mag. Und andererseits, weil ich mindestens d…

Auf den Nadeln im Juli

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So eine kleine Hitzewelle ist ja kein Grund, das Stricken einzustellen. Schließlich bietet das Materiallager ausreichend Alternativen, die bei erhöhten Temperaturen nicht an den Händen kleben (Lacegarn, Seide, Leinen, Baumwolle ...) Dennoch fällt die Monatsausbeute relativ kärglich aus. Das ist aber weniger dem Wetter geschuldet als vielmehr der Tatsache, dass ich in den letzten beiden Wochen endlos viel neu angefangen und/oder geribbelt habe.


Die drei fertiggestellten Projekte (Herbarium, Schoko-Rippen und Hirnloses Hitzewerk) fallen allesamt in die Kategorie "mindless" und "Geduldspiel". Das immerhin ist mein Zugeständnis an das Wetter. Komplizierte Muster, oder auch nur solche, bei denen man zählen und rechnen muss, mag ich mir gerade nicht ausdenken.

Entsprechend geht es auch im kommenden Monat entspannt weiter:


An dem schönen bunten Tuch habe ich allerdings fast alles aufgetrennt und neu gestrickt, weil mir die Form so nicht zusagte. Vorerst pausiert es, weil …

Schoko-Rippen

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Der zweite Basic-Pulli des Sommers hat ein paar Rippen abgekriegt. Eigentlich sollte er auch glatt rechts werden (soweit man bei Leinen von "glatt" sprechen kann). Aber das war schnell langweilig. Deshalb habe ich unter den Armen ein Rippenmuster begonnen, das ich von der Taille abwärts schrittweise verbreitert habe, bis es nahtlos in den Bund überging.



Das Garn wird mittlerweile nicht mehr hergestellt, so dass ich mir ausführliche Warnungen sparen kann. Es zu verarbeiten war eine wahre Tortur! Steif und zugleich unregelmäßig war ein bisschen viel auf einmal. Zugegeben, die viereckigen Stricknadeln waren auch nicht gerade hilfreich, aber ich hatte mir eine Nadelstärke zwischen 4 und 4,5 mm in den Kopf gesetzt. 50 Gramm habe ich noch übrig, falls sich jemand ein Frühstücksbrettchen oder Ähnliches stricken will!

Nach dem Waschen ist es natürlich immer noch unregelmäßig (Leinen halt), aber zumindest deutlich weicher geworden. Kuschelpullis sind in dieser Jahreszeit ohnehin ni…

Zeitreise VI: Mach's nochmal, Ute!

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Frau Feinmotorik ist schuld. Weil sie dauernd so schöne Kleider zeigt. Die unweigerlich einen "Will ich auch haben!" Reflex nach sich ziehen. Bis mir nach einigem Nachdenken einfiel: Habe ich eigentlich schon. zum Beispiel diese beiden:


Beide haben allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Das Rechte (soweit ich mich erinnere aus Lana Grossa Secondo) mit der Häkelspitze habe ich sogar ziemlich häufig getragen. Beim Linken kam und kommt das passende Jäckchen häufiger zum Einsatz als das (kurzärmelige) Kleid. Die Kombination entstand, weil ich im Schlussverkauf Unmengen von diesem Bändchengarn (zu 1 € pro Knäuel) erstanden hatte. Und wie der Zufall es wollte, gab es im Stash ein Baumwollgarn in exakt der gleichen Grün- und Grauschattierung. Ich habe dann jeweils eine Reihe Bändchengarn mit einer 10er Nadel und eine Reihe mit dem Baumwollgarn Mit 3,5er Nadeln gestrickt, wodurch sich dieser smokähnliche Effekt ergibt, den man in der Nahaufnahme vielleicht etwas besser sieh…

Herbarium

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Im Gegensatz zu dem Tüchlein von letzter Woche war das hier eine ziemliche Geduldsprobe. Denn sobald ich erst mal ausgetüftelt hatte, wie sich die Zunahmen am besten mit dem Muster in Einklang bringen lassen, gab es nur noch zahllose Wiederholungen und die Vorfreude auf den nächsten Farbwechsel.


Gedauert hat das Ganze (mit Unterbrechungen) gut einen Monat. Und es ist -  von der Aussaat bis zur Blüte - parallel zu meinen Balkonkräutern gewachsen, daher der Name.

Weil ich ein Sommertuch wollte, das mehr aus Luft denn aus Garn besteht, blieb mir nichts anderes übrig als ein "echtes" Lacemuster zu verwenden (also eines, bei dem man sich nicht mit linken Maschen in der Rückreihe erholen kann). Das war mit dem dünnen Faden kein ungetrübtes Vergnügen. Aber: es sieht so aus, wie ich es haben wollte.



Mit der vielen Luft dazwischen erreicht man mit einem einzigen Knäuel natürlich auch eine durchaus stattliche Größe: Die obere (gebogene) Kante misst 2,60 Meter; an der tiefsten Stelle i…