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Es werden Posts vom Juni, 2017 angezeigt.

Schoko-Rippen

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Der zweite Basic-Pulli des Sommers hat ein paar Rippen abgekriegt. Eigentlich sollte er auch glatt rechts werden (soweit man bei Leinen von "glatt" sprechen kann). Aber das war schnell langweilig. Deshalb habe ich unter den Armen ein Rippenmuster begonnen, das ich von der Taille abwärts schrittweise verbreitert habe, bis es nahtlos in den Bund überging.



Das Garn wird mittlerweile nicht mehr hergestellt, so dass ich mir ausführliche Warnungen sparen kann. Es zu verarbeiten war eine wahre Tortur! Steif und zugleich unregelmäßig war ein bisschen viel auf einmal. Zugegeben, die viereckigen Stricknadeln waren auch nicht gerade hilfreich, aber ich hatte mir eine Nadelstärke zwischen 4 und 4,5 mm in den Kopf gesetzt. 50 Gramm habe ich noch übrig, falls sich jemand ein Frühstücksbrettchen oder Ähnliches stricken will!

Nach dem Waschen ist es natürlich immer noch unregelmäßig (Leinen halt), aber zumindest deutlich weicher geworden. Kuschelpullis sind in dieser Jahreszeit ohnehin ni…

Zeitreise VI: Mach's nochmal, Ute!

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Frau Feinmotorik ist schuld. Weil sie dauernd so schöne Kleider zeigt. Die unweigerlich einen "Will ich auch haben!" Reflex nach sich ziehen. Bis mir nach einigem Nachdenken einfiel: Habe ich eigentlich schon. zum Beispiel diese beiden:


Beide haben allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Das Rechte (soweit ich mich erinnere aus Lana Grossa Secondo) mit der Häkelspitze habe ich sogar ziemlich häufig getragen. Beim Linken kam und kommt das passende Jäckchen häufiger zum Einsatz als das (kurzärmelige) Kleid. Die Kombination entstand, weil ich im Schlussverkauf Unmengen von diesem Bändchengarn (zu 1 € pro Knäuel) erstanden hatte. Und wie der Zufall es wollte, gab es im Stash ein Baumwollgarn in exakt der gleichen Grün- und Grauschattierung. Ich habe dann jeweils eine Reihe Bändchengarn mit einer 10er Nadel und eine Reihe mit dem Baumwollgarn Mit 3,5er Nadeln gestrickt, wodurch sich dieser smokähnliche Effekt ergibt, den man in der Nahaufnahme vielleicht etwas besser sieh…

Herbarium

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Im Gegensatz zu dem Tüchlein von letzter Woche war das hier eine ziemliche Geduldsprobe. Denn sobald ich erst mal ausgetüftelt hatte, wie sich die Zunahmen am besten mit dem Muster in Einklang bringen lassen, gab es nur noch zahllose Wiederholungen und die Vorfreude auf den nächsten Farbwechsel.


Gedauert hat das Ganze (mit Unterbrechungen) gut einen Monat. Und es ist -  von der Aussaat bis zur Blüte - parallel zu meinen Balkonkräutern gewachsen, daher der Name.

Weil ich ein Sommertuch wollte, das mehr aus Luft denn aus Garn besteht, blieb mir nichts anderes übrig als ein "echtes" Lacemuster zu verwenden (also eines, bei dem man sich nicht mit linken Maschen in der Rückreihe erholen kann). Das war mit dem dünnen Faden kein ungetrübtes Vergnügen. Aber: es sieht so aus, wie ich es haben wollte.



Mit der vielen Luft dazwischen erreicht man mit einem einzigen Knäuel natürlich auch eine durchaus stattliche Größe: Die obere (gebogene) Kante misst 2,60 Meter; an der tiefsten Stelle i…

Hirnloses Hitzewerk

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Für die Mini-Hitzeperiode hatte ich ja schnell was Einfaches ohne Muster auf die Nadeln gepackt. Nicht auszudenken, wenn ich völlig tatenlos auf dem Balkon herumsitzen müsste ...


Die Farben sahen auf dem Knäuel irgendwie besser aus. Sind ja (bis auf das Grün) auch nicht wirklich meine. Und vor allem ein bisschen viele auf einmal. Ich habe schnell festgestellt, dass sie mir im Lochmuster etwas besser gefallen als glatt oder kraus verstrickt. Immerhin aber hat die etwas verwegene Farbzusammenstellung den Vorteil, dass das fertige Tuch zu so ziemlich allen T-Shirts im Kleiderschrank passt:


Die Nadelangaben auf dem Beißpackzettel (2-3 mm, nicht mit mir!) habe ich gepflegt ignoriert und statt dessen ganz verwegen mit 5er Nadeln hantiert. So ein Sommertuch soll ja schließlich so luftig wie möglich sein! Das hat auch wunderbar funktioniert und für einen dezenten Transparenzeffekt gesorgt.


Und für eine halbwegs brauchbare Größe. Ich hatte mich nämlich früh entschlossen, nur ein Knäuel zu vers…

Auf den Nadeln im Juni

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Der Mai ging dann doch ruckzuck rum. Obwohl er mir zwischendurch endlos schien, weil ich weite Teile damit verbracht habe, die immer gleichen 13 Reihen zu wiederholen. Dafür entpuppten sich dann der Schal und mehr noch die Stola mit den Wunderwellen als angenehme Überraschung.
Das Lacetuch gefällt mir in der zweiten Fassung deutlich besser. Das wird von einer Teststrickerin gerade mit Farbverlauf gestrickt, darauf bin ich schon äußerst gespannt. Mit meiner Zartbitter-Variante habe ich mich mittlerweile aber auch ganz gut angefreundet. Und der schlichte Pulli fiel mehr so in die Rubrik Pflichtprogramm und Stashabbau.

Der Vorsatz für den Juni lautet dann auch, gleich noch einen in Dunkelbraun zu stricken. Auf dass sich das Lager etwas lichtet ...


Nachdem die Temperaturen dann plötzlich doch sehr hochsommerlich wurden, ging die weitere Planung zunächst eher in Richtung dünnes Garn und einfache Muster, denn bei dem Wetter mag ich weder viel zählen noch viel Gewicht auf dem Schoß haben. En…